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2025 - Ein Jahr mit vielen Impulsen für die Musikszene in Niedersachsen

Kulturpolitik, Gremienarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen des Landesverbands der Freien Klassik-Szene Niedersachsen 2025

Gremienarbeit und Kulturpolitik

Musikförderung auf Landesebene 2025

Im März 2025 initiierte der LAFKS gemeinsam mit dem Landesmusikrat Niedersachsen ein Positionspapier, das die Problematik einer ausbleibenden Erhöhung der ohnehin viel zu geringen Fördermittel bei gleichzeitiger Ausweitung der Zielgruppe im Rahmen neuer Förderrichtlinien klar benannte und von über 50 Organisationen und Ensembles gezeichnet wurde. Zentrale Forderungen des Papiers konnten wir seitdem auf den Weg bringen: Die Möglichkeit einer Aufstockung der Mittel der Musikkommission für 2026 über die politische Liste sowie die Einrichtung von Quartalsgesprächen zwischen MWK und Vertreter:innen der freien Musikszenen zur Entwicklung einer langfristigen Gesamtstrategie. Außerdem wurde mit einer verbandsübergreifenden Vorschlagsliste erstmals auf die Neubesetzung freier Plätze der Musikkommission Einfluss genommen. Ziel des LAFKS in Zusammenarbeit mit Partnerverbänden bleibt eine substantielle Erhöhung der Mittel sowie die Anpassung des mehrjährigen Fördermodells an die tatsächlichen Notwendigkeiten von Ensembles und Festivals.

Politische Gespräche und Forderungen der freien Szene

Mit dem Positionspapier von März 2025 intensivierte der LAFKS die Gespräche mit der CDU, SPD und den Grünen. Ziel ist, die Forderungen der freien Szene stärker in den politischen Fokus zu rücken und die Musikfördergelder durch die politische Liste zu erhöhen.

Aktionstag für nachhaltige Musikförderung

Am 25. Juni 2025 organisierte der LAFKS im Rahmen des Aktionstags vom LMR, “für ein starkes Niedersachsen als Musikland”, den für hell:wach25 konzipierten Boléro als Flashmob vor dem Niedersächsischen Landtag. Der Programmpunkt brachte Musikschaffende aus ganz Niedersachsen zusammen und konnte so Forderungen nach umfassenderen und längerfristigen Förderungen sichtbar machen.

Weitere Gespräche und Veranstaltungen

Zudem war der LAFKS bei weiteren Gesprächen und Veranstaltungen präsent wie bspw. dem Treffen des Arbeitskreises niedersächsischer Kulturverbände (akku) e. V. mit Kultusminister Falko Mohrs zu Gesprächen über die Zukunft der freien Kulturszene mit der Forderung einer Verdopplung des Etats für die freie Szene sowie der Veranstaltungsreihe des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover zur Erarbeitung einer Musikstrategie der Stadt gemeinsam mit Akteur*innen der hannoverschen Musiklandschaft.

 

hell:wach25

Im Juni veranstaltete der LAFKS hell:wach25 in Hannover in Kooperation mit Musikland Niedersachsen und Kulturdreieck Hannover. Das diesjährige Konzertprogramm setzte sich aus einer Vielzahl von 20-minütigen Kurzkonzerten zusammen, die die Vielfalt der freien Klassik-Szene Niedersachsens präsentierten, erweitert durch Beiträge der diesjährigen Programmpartnerschaften mit der LAG Jazz und der HMTM Hannover. Ein Höhepunkt war das Pop-Up-Orchester, bei dem Musizierende aus verschiedenen Ensembles genreübergreifend zusammen musizierten. 

Im Rahmen der hell:wach25-Kooperationen organisierte Musikland Niedersachsen Workshops für Musiker*innen in der RAMPE und das hell:wach forum, das u. a. eine kulturpolitische Podiumsdiskussion beinhaltete. Die Kooperation mit Kulturdreieck Hannover ermöglichte, dass viele Konzerte sowie das gesamte Programm des hell:wach forums im Künstlerhaus Hannover stattfinden konnten.

hell:wach25 bildete für den LAFKS das fünfjährige Jubiläum der Veranstaltungsreihe und fand zugleich im Rahmen des hannoverschen Jubiläums “10 Jahre UNESCO City of Music” statt. hell:wach25 wurde gefördert von Stiftung Niedersachsen, Landeshauptstadt Hannover (Sonderförderung anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der UNESCO City of Music Hannover), NDR Musikförderung, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Sparkasse Hannover, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie Region Hannover.

 

Netzwerke und Öffentlichkeitsarbeit

Der LAFKS präsentiert seine Netzwerke auf seiner Webseite, hat einen Veranstaltungskalender etabliert, um Veranstaltungen in der freien Klassik-Szene gebündelt sichtbar zu machen, und informiert seine Mitglieder sowie Interessierte regelmäßig per Newsletter.

Auch die Mitgliedschaft in der RAMPE, die 2024 aufgenommen wurde, soll weitergeführt werden. Der LAFKS ermöglicht seinen Mitgliedern so unter anderem, mit ihren Ensembles kostenlos in der RAMPE zu proben und ermäßigte Eintrittspreise für Veranstaltungen zu zahlen.

 

Vorstand

Am 3. November fand die jährliche Mitgliederversammlung des LAFKS statt. Folgender Vorstand wurde dort gewäht: Maria Pache (1. Vorsitzende), Katharina Pfänder (2. Vorsitzende), Roman Tsotsalas, Goran Stevanovich und Lenka Župková (Beisitz). Thorsten Encke und Verena Spies verließen an diesem Termin den Vorstand. Wir bedanken uns herzlich bei ihnen für ihren Einsatz, Engagement und Energie, die sie in die Vorstandsarbeit mitgebracht haben.

 

Ausblick auf 2026

Der LAFKS führt aktuelle politische Themen, vor allem mit Blick auf Musikförderungen und Arbeitsbedingungen freischaffender Musiker*innen, fort, um die niedersächsische Kulturpolitik im Sinne der Musikschaffenden der freien Klassik-Szene mitzugestalten und diese im Dialog mit Politik und Förderinstitutionen zu vertreten. Es bleibt spannend, wie sich die Entwicklungen im kommenden Jahr gestalten werden.

Neben der kulturpolitischen Arbeit beginnen zudem die Vorbereitungen für hell:wach26, das nächstes Jahr wieder in Hannover stattfinden soll.